77. Rebecca in Trier

77. Rebecca in Trier

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Hallo, hier ist Daniela von German with Stories und dies ist Podcast-Folge Nr. 77 und das Kapitel 1 von „Die Briefe der Großmutter“, Rebeccas Besuch in Trier. If you don’t know what I’m talking about, please listen to episode no. 76 first. And if you wish to enjoy the full experience of “Die Briefe der Großmutter”, please go to patreon.com/germanwithstories and join the club.

REBECCA IN TRIER

„Startklar, das Deutschland deiner Großmutter zu entdecken?“, fragt Nicholas.

„Ja.“

Rebecca und Nicholas sind gestern in Frankfurt angekommen und haben eine Nacht in einem Hotel in der Nähe vom Flughafen geschlafen.

Nicholas gibt die Adresse des Trierer Hotels ins Navi ein.

„Gut zwei Stunden Fahrt auf den berühmten deutschen Autobahnen.“

„Fahr bloß nicht so schnell.“

„Maximal 160.“

„Wag es nicht. Ich will lebend in Trier ankommen.“

Nicholas lacht.

Rebecca ist nicht wirklich besorgt. Ihr Mann ist ein guter und bedächtiger Autofahrer.

Tatsächlich verläuft die Fahrt von Frankfurt nach Trier ruhig und ohne Staus. Sie checken im Hotel ein und laufen als erstes zur Brotstr. 34.

„Das ist sicher nicht das Haus, wo meine Großmutter geboren wurde“, meint Rebecca.

„Nein, dieses Haus ist nicht so alt. Vielleicht wurde das Originalhaus im Zweiten Weltkrieg zerstört. Oder man hat es aus einem anderen Grund ersetzt“, antwortet Nicholas.

„Ich fürchte, ich war ein bisschen naiv und habe geglaubt, dass in den deutschen Innenstädten alles noch so aussieht wie vor Hunderten von Jahren. So wie es bei unseren Reisen nach Frankreich und Italien war.“

„Ich bin mir sicher, dass es auch hier noch sehr alte Häuser gibt, aber leider ist das Haus deiner Großmutter nicht eines von ihnen. Hat sie erzählt, wann ihr Elternhaus gebaut wurde?“

„Nein, ich glaube nicht und sie hat ja auch nur die ersten 14 Jahre ihres Lebens hier verbracht. Ich weiß gar nicht, ob ihre Eltern aus Trier kamen oder ob sie hier nur eine Weile gelebt haben.“

Rebecca schaut auf die Klingelschilder. Unten im Haus ist ein Schuhladen, aber oben gibt es Wohnungen. Natürlich gibt es den Namen Linden auf keinem Klingelschild.

„Irgendwie bin ich etwas enttäuscht“, meint Rebecca.

Nicholas legt den Arm um sie.

„Es gibt keinen Grund, enttäuscht zu sein. Wir sind in der ältesten Stadt Deutschlands. Dieser Ort war schon zu Zeiten der alten Römer eine Stadt. Da haben die wenigen Menschen in Kanada entweder in kleinen Dörfern gelebt oder waren Nomaden.“

„Schon gut, schon gut. Ich sage nichts mehr“, lacht Rebecca.

„Übrigens können wir einen Abstecher nach Luxemburg machen. Das ist weniger als eine Stunde Autofahrt entfernt. Oder möchtest du lieber auf den Spuren deiner Großmutter bleiben?“

„Nein, lass uns morgen nach Luxemburg fahren. Das ist sicher auch interessant.“

In Luxemburg kommen Rebecca und Nicholas mit einem deutschen Ehepaar ins Gespräch. Während die beiden Männer Englisch sprechen, unterhalten Rebecca und Julia sich auf Deutsch.

„Sie hatten eine interessante Großmutter. Sie hat viel von Deutschland gesehen“, meint Julia. Meine Großmutter wurde 1909 geboren und hat ihr Dorf im Allgäu nie verlassen. Es ist eine wunderschöne Gegend. War Ihre Großmutter im Allgäu?“

Rebecca ist sich nicht sicher. Sie schaut auf ihre Liste.

„Wir fahren nach Konstanz und nach Garmisch-Partenkirchen“, meint sie.

“Ah, dann fahren Sie einmal von West nach Ost durchs Allgäu. Die Landschaft wird Ihnen gefallen. Im Winter mit Schnee ist es natürlich noch schöner.“

Rebecca lacht. „Schnee haben wir in Kanada genug.“

Nachdem das deutsche Ehepaar sich verabschiedet hat, schaut Nicholas seine Frau bewundernd an.

„Dein Deutsch klingt wirklich gut. Du hast immer gesagt, du sprichst kaum Deutsch.“

„Ich bin selbst überrascht. Mir fehlen oft Wörter, aber ich muss bei der Grammatik nicht überlegen. Wahrscheinlich mache ich Fehler, aber Deutsch fühlt sich nicht an wie eine Fremdsprache.“

„Wunderbar, dann muss ich mir ja keine Sorgen machen. Was auch immer passiert, ich habe eine Frau, die in jeder Situation kommunizieren kann.“

Hast du alles verstanden? Kannst du jetzt sechs Fragen beantworten? Hier sind sie:

  1. Wo haben Rebecca und Nicholas in der ersten Nacht geschlafen?
  2. Wie lange hat die Fahrt von Frankfurt nach Trier gedauert?
  3. Warum denkt Rebecca, dass das Haus in der Brotstr. 34 nicht das Geburtshaus ihrer Großmutter ist?
  4. In welches Land fahren Rebecca und Nicholas am zweiten Tag?
  5. Wen lernen sie dort kennen?
  6. In welcher Sprache unterhalten sich Rebecca und Julia?

Willst du mehr sprechen? Hier sind Konversationsfragen für dich. Join the WhatsApp or Telegram group of the GWS club, post your answers as a voice message or in writing, get feedback from me and listen to other members’ answers. You can find the club at patreon.com/germanwithstories. Ok, and now the conversation questions:

  1. Welches war die älteste Stadt, die du besucht hast? Was hast du dort gesehen? | Alternativ: Welche alte Stadt möchtest du gern besuchen?
  2. Eine deutsche Freundin/Ein deutscher Freund kommt zu Besuch. Welche Stadt in deiner Nähe zeigst du ihr/ihm? Warum?
  3. In Deutschland gibt es keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung (speed limit) auf den Autobahnen. Wie ist es in deinem Land? Wie schnell darf man maximal fahren?

Danke fürs Zuhören. Thank you for listening. Meine Website ist germanwithstories und den Club findest du unter patreon.com/germanwithstories. Bis bald.

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