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Introduction to Season 3
Guten Morgen und willkommen zu Season 3 des German with Stories Podcast. This is an introductory episode, so please allow me to explain a few things in English before we move on to the German part.
This season will consist of 20 connected episodes. You will accompany Rebecca and Nicholas from Canada as they follow the footsteps of Rebecca’s grandmother, Elizabeth, while traveling across Germany.
If you would also like to hear and read about Elizabeth’s life before she emigrated to Canada, I’d like to invite you to join the German with Stories Club. As a member, you’ll also get access to additional materials such as worksheets, vocabulary lists, and online exercises.
There will be references to Elizabeth in the podcast episodes, but you won’t feel confused. The parts set in the past and the parts set in the present are independent of each other as far as the storyline is concerned.
At the end of each podcast episode, I’ll give you comprehension and conversation questions. Try to answer them orally or in writing. You can ask AI or a tutor to correct you, or you can join the club, where you can post your answers in a Telegram or WhatsApp group, get corrections from me, and listen to other members’ voice messages.
You can find the club at patreon.com/germanwithstories. Accurate podcast transcripts are available on my website, germanwithstories.com, or on germanwithstories.substack.com. All links are also available in the episode description.
Well, that’s all, I think.
Now I’ll introduce Rebecca and Nicholas to you — in German, of course.
Rebecca und Nicholas Whitmore leben in der kanadischen Stadt Toronto. Nicholas ist 66 Jahre alt und seit einigen Monaten in Rente. Er hat vierzig Jahre lang als Ingenieur gearbeitet. Rebecca ist sechs Jahre jünger als ihr Mann. Früher hat sie Artikel für kleine Lokalzeitungen geschrieben. Heute schreibt sie für Online-Magazine. Sie arbeitet freiberuflich.
Die Whitmores haben drei erwachsene Kinder, Daniel, Emily und Hannah. Vor ihrer Heirat mit Nicholas war Rebeccas Familienname Linden. Das ist ein deutscher Name. Ihre Großmutter Elizabeth und ihr Großvater Josef sind 1935 von Deutschland nach Kanada gezogen. Sie waren mit der Politik der Nazis nicht einverstanden und wollten in einem freien Land leben.
Es war nicht einfach für sie, in Kanada ein neues Leben aufzubauen. Sie sprachen kaum Englisch, als sie ankamen und hatten nur wenig Geld. Aber sie waren erfolgreich. Elizabeth bekam fünf Kinder und sie und ihr Mann kehrten nie wieder nach Deutschland zurück.
Elizabeth starb im Jahr 2003 im Alter von 93 Jahren. Sie hinterließ zwanzig Briefe. Auf jedem Brief stand eine Nummer und der Name einer Stadt in Deutschland. Aber Elizabeths Kinder und Enkelkinder durften die Briefe nicht öffnen, denn es gab eine Bedingung: Die Briefe durften nur in Deutschland geöffnet werden. Jeder Brief in der Stadt, dessen Namen er trug.
Mehr als zwanzig Jahre vergingen und die Briefe lagen weiterhin im Safe der Anwaltskanzlei.
Als Rebeccas Vater vor einem Jahr starb, erinnerte der Anwalt an die Briefe. Rebecca dachte daran, dass ihr Vater oft von einer Reise nach Deutschland gesprochen hatte. Aber er hatte immer viel gearbeitet und dann war er krank geworden.
In der Anwaltskanzlei schaut Rebecca sich die Umschläge an. Viele fremde Namen. Sie kennt nur Frankfurt. Dort ist Deutschlands größter Flughafen.
Rebecca und Nicholas waren zweimal in Europa, aber nicht in Deutschland. Sie haben Frankreich und Italien besucht.
Rebecca spricht nicht gut Deutsch, aber sie versteht sehr viel. Ihre Großeltern haben immer Deutsch mit ihr gesprochen.
„Lass uns nach Deutschland fahren und die Briefe meiner Großmutter lesen“, meint Rebecca.
Nicholas ist einverstanden und deshalb fliegt das Ehepaar von Toronto nach Frankfurt. Dort wartet ein Mietwagen auf sie. Auf Umschlag Nummer 1 steht „Trier“.
